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Linksjugend ['solid] Bonn

sozialistisch – antifaschistisch – basisdemokratisch – feministisch

We want sex equality!

Im Bezug auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist bereits (vor allem konstitutionell) in Deutschland und Europa einiges besser geworden. Vergewaltigung in der Ehe wird hierzulande seit 1997 als Verbrechen geahndet, die Anti-Baby-Pille erleichtert deutschen Frauen seit 1959 das Leben und ihr Ehemann kann auch nicht mehr, wie vor 1958, ohne ihre Einwilligung bei ihrem Arbeitgeber für seine Ehefrau kündigen. Abgesehen davon, wie lange viele absurde und diskriminierende Gesetze selbst hier noch galten, gibt es dennoch auch heute noch Gründe, Tage wie den Equal Pay Day oder den Internationalen Frauentag zu begehen, sowie jeden Tag gegen Sexismus zu protestieren.

Oft wird betreffs der Forderung für Gehaltsgerechtigkeit unabhängig vom Geschlecht angeführt, die Unterschiede im Einkommen wären lediglich die Schuld der betroffenen Frauen. Sie würden schlecht bezahlte Berufe ergreifen, zugunsten ihrer Kinder beruflich zurückstecken, aus anderen Gründen in Teilzeit arbeiten oder schlicht nicht genug Gehalt einfordern. Nicht verständlich ist aber, warum die Situation dadurch weniger zu verurteilen sein soll.

Warum sollte es berechtigt sein, dass frauendominierte und vor allem wichtige Berufe wie im Gesundheitswesen oder in der Erziehung so schlecht bezahlt werden?

Warum werden junge Mädchen offenbar immer noch nicht genug ermutigt, Traditionen zu überwinden und angesehenere technische Berufe zu ergreifen?

Wie kann es berechtigt sein, dass knapp 20 Prozent der Frauen ab 65 Jahren als armutsgefährdet gelten, weil sie eben nun einmal diejenigen sind, die die Kinder bekommen müssen, sollten sie sich welche wünschen?

Warum arbeiten Frauen im Schnitt weniger bezahlt, sondern verbringen täglich mehr als vier Stunden mit unbezahlter Arbeit (Kindererziehung, Haushalt, Ehrenamt etc), um nach einer Trennung von dem männlichen Hauptverdiener als Alleinerziehende häufig in Armut zu verfallen?

Und warum scheinen junge Frauen immer noch dazu erzogen zu werden, sich zurückzunehmen, ein geringes Selbstbewusstsein zu besitzen und unter ihrer Qualifikation zu arbeiten?

Sollte dies noch nicht genügen, kann man sich empört fragen, was es mit diesem von all diesen Faktoren unabhängigem Prozentsatz auf sich hat: Frauen verdienen durchschnittlich für die gleiche Arbeit bei gleicher Qualifikation 7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die Gründe dafür sind das hartnäckige Produkt eines grundlegenden Weltbildes, welches sich weigert, Ge-hälter offenzulegen und Frauen durch Quoten einen Start in männerregierten Bereichen zu ermöglichen, welches soziale Berufe geringschätzt und Karriere für Frauen und Männer mit der Familie nicht vereinbaren lässt,

ein Weltbild, in dem Werbung und Medien ein passives Frauenbild vermitteln, das jungen Frauen nahelegt, Aussehen über Qualifikation zu stellen und zu gefallen über das Einstehen für ihr Recht.

Wir schauen nicht nur nach Europa, sondern auch auf unzählige Länder, in denen Frauen noch viel mehr dafür kämpfen müssen, überhaupt wie Menschen behandelt zu werden. Hier einige Zahlen, die das noch herrschende Frauenbild (in einigen Ländern mehr, in anderen weniger) widerspiegeln:

  • Zwei Millionen Mädchen und Frauen werden jedes Jahr genital verstümmelt.

  • In den Vereinigten Staaten werden jährlich 700.000 Frauen vergewaltigt oder sexuell missbraucht, wobei ein Großteil der Fälle aus Angst nicht zur Anzeige gebracht wird.

  • In Filmen werden international doppelt so oft Mädchen und Frauen aufreizend, nackt oder halbnackt gezeigt wie Männer oder Jungen, während in selbigen auf 13 männliche Anwälte, 16 Professoren und 5 Ärzte jeweils 1 Frau kommt.

Sexismus ist kein irrelevantes „Erste-Welt-Problem“ von gelangweilten Frauen, die keinen Partner gefunden haben. Er belastet jede einzelne Frau, sowie auch Männer und Queer-Menschen.

Er tötet sogar.

Wir alle sind dafür verantwortlich, wie wir mit unseren Mitmenschen und mit Vorurteilen umgehen, ob wir in unserer Gesellschaft Täter von Sexualdelikten schützen, und ob wir FeministInnen stigmatisieren, bevor wir ihnen zugehört haben. Wir möchten hier und alle Tage dazu aufrufen, jegliche Diskriminierung von Gruppen zu beenden.

http://www.equalpayday.de/

Augsburger-Allgemeine

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Um Europa keine Mauer!

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Über ein Jahr ist der Sommer der Migration her, als Geflüchtete in Bahnhöfen von jubelnden Mitmenschen empfangen wurden. Seitdem hat Angela Merkel das Image der guten „Flüchtlingskanzlerin“. Zahlreiche Asylrechtsverschärfungen und der unmenschliche sogenannte Türkei-Deal, welcher die Schließung der Balkanroute bedeuten, zeigen aber die unerträgliche Heuchelei der „guten“ Kanzlerin.
Im Zuge der Schließung der Balkanroute gewinnt die Mittelmeerroute in 2016 wieder an Bedeutung. Dank mangelhafter Rettungsmissionen von Seiten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten steigen die Opferzahlen unter Geflüchteten in bisher nicht gekannte Größenordnungen.
Bis zum 20. Oktober 2016 starben 3654 Menschen im Mittelmeer, das sind fast so viele wie im ganzen Jahr 2015. Es ist von einer noch höheren Dunkelziffer auszugehen. Für diese Toten tragen EU und ihre Mitgliedsstaaten die Verantwortung.
Die Freihandelspolitik der europäischen Staaten wie beispielhaft das Freihandelsabkommen EPA, welches unter Androhung von Strafzöllen beispielsweise in Kenia durchgesetzt wurde, bedroht die lokale afrikanische Wirtschaft in ihrer Existenz. Dazu kommt die Anbahnung von schmutzigen Deals mit menschenverachtenden Diktaturen oder sogenannten failed States in Afrika wie Eritrea, Somalia, Äthiopien, dem Sudan und nicht zuletzt Libyen, dessen Küstenwache unter der Beobachtung der Seenotrettungsorganisation Sea Watch vier Geflüchtete ermordete – kein Einzelfall. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten machen eine Politik der Abschottung nach außen. Das widerspricht der Vision eines friedlichen, sozialen und geeinten Europas. Diese EU ist neoliberal und militaristisch.

Wir wollen ein Europa der Menschen,
in dem alle gut leben können!

Refugees Welcome!

Demonstration gegen den Einmarsch der Türkei in Syrien

Auch wir waren gestern auf der Demonstration des kurdischen Kulturvereins und der Ciwanjen Azad Bonn (kurdische Jugend), um gegen den Einmarsch der Türkei in Jarablus zu protestieren und uns solidarisch mit den kurdischen Genoss*innen zu zeigen.
Das emanzipatorische Projekt in Rojava, welches sich an den Leitlinien des demokratischen Konföderalismus orientiert, ist weltweit einzigartig und verdient unsere unbedingte Unterstützung gegen IS-Faschismus, die Türkei und Assad.

Biji Rojava! F*ck Erdogan!

Bericht zum Benefizkonzert „Dreaming of Rojava“

Letzten Samstag fand unser Benefizkonzert „Dreaming for Rojava“ statt und das obwohl die Ver.di versucht hat uns einen Strich durch die Rechnung zu machen.* Uns wurde sehr kurzfristig die zugesicherte Örtlichkeit gestrichen und und wir wurden dazu genötigt eine andere Location zu finden. Dieses gelang uns dank der Hilfe des kurdischen Vereins, der uns in unserer Notlage aushalf.
Kleinere Schwierigkeiten durch den spontanen Umzug ließen sich leider trotzdem nicht vermeiden und so musste das Konzert eine Stunde später anfangen, als es angesetzt war.
Den Auftakt gaben ‚Koma Rojava‘ mit klassischer kurdischer Musik, die die großen und kleinen Konzertbesucher*innen zum Halay (einem Tanz) verführte und den Hintergrund des Benefizkonzerts unterstrichen.

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Es folgten ‚The Phoenix‘, einer Schüler*innenband, Allroundtalente an den Instrumenten. Sie verzauberten uns mit akustischem und elektronischem Poprock.

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Die Band ‚Rapture‘ kam mit zwei Gästen auf die Bühne und legte eine Mischung aus Funk, Pop und Rock aufs Parkett und wühlte die Stimmung mit für dato unbekannt wilden Tönen auf.

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Als letztes trat Cynthia Nickschas mit ihrer Band (and friends) auf. Auch hier kam eine wilde Mischung aus Klangkörpern, mit einer deftigen und gleichsam zarten Stimme auf das Publikum zu. Mit Songs wie ‚Positiv Denken‘ und ‚Alles gleich Mensch‘ bildeten sie einen gekonnten Abschluss mit super Message.

Tevoo Bass und Bercen Akter hatten leider sehr kurzfristig noch abgesagt.

Die Künstler*innen und Bands haben für gute Stimmung und viel Spaß gesorgt, aber durch die Texte auch zum Grübeln angeregt und einige Texte regten zum Schmunzeln an.
Liebe, Freundschaft, Solidarität, Lebensfreude und Gesellschaftskritik waren die großen Themen die in den Texten Ausdruck fanden.
An dieser Stelle einen riesigen und lieben Dank an alle Künstler*innen und Bands!

Ein riesiger Dank auch an alle Menschen, die für das super leckere Essen und die liebe Gastwirtschaft gesorgt haben ;)
Wir bedanken uns auch bei den Techniker*innen, dem Kurdischen Verein und allen anderen Menschen, die geholfen und unterstützt haben!

Hintergundinfos zum Benefizkonzert: Wieso ‚Dreaming of Rojava‘?
Auch wenn sich in den Nachrichten nur noch wenig zu dem Thema finden lässt, ist die Situation im Irak und in Syrien immer noch ernst. Kurdische Aktivist*innen sprechen von Massakern an der Zivilbevölkerung, obwohl eine Waffenruhe mit der türkischen Regierung herrschen sollte und trotzdem kurdische Stellungen bombardiert werden. In den letzten Wochen sind dadurch circa 300 Menschen ums Leben gekommen.
Parteimitglieder die kurdische Interessen vertreten werden systematisch diskriminiert, diffamiert und kleingehalten, u.a. durch Übergriffe und Durchsuchungen.
Dazu kommt, dass der IS regelmäßig versucht kurdische Gebiete zu erobern und/oder zu zerstören, die kurdischen Kämpfer*innen stellen sich ihnen jedoch in den Weg. Gleichzeitig wird die Stadt Kobanê (der Region Rojava) wieder aufgebaut, die im September 2014 vom IS angegriffen wurde.
Rojava ist eine selbstverwaltete Region, die ‚demokratische Autonomie‘ genannt wird. Den Vertreter*innen ist es wichtig, sich von staatlichen Gesellschaftsmodellen abzugrenzen.
Rojava versteht sich selbst als klassenloses Projekt, das die kapitalistischen Wirtschaftsverhältnisse zwar nicht überwinden, aber in den Dienst der Gesellschaft stellen möchte.
Der Gesellschaftsvertrag der drei Kantone Rojavas (Cizîrê, Kobanî und Afrîn) enthält die Gleichstellung der Frau*, Recht auf politisches Asyl, Streik- und Demonstrationsrecht, das generelle Abschiebeverbot von Asylsuchenden, das Verbot der Monopolbildung und hat einen multi-ethischen Charakter.

 

* Aus fadenscheinigen Gründen hat die Ver.di uns kurz vor dem Konzert aus dem Raum geworfen und das Konzert musste im Kurdischen Verein stattfinden. Eine dieser Begründungen war, dass es auch Türk*innen in der Ver.di gäbe und es diese verärgern könnte, wenn wir ein Konzert mit „den Kurden“ machen. Bei diesem Konzert ging es allerdings nicht um die PKK und deren Unterstützung, sondern um den Wiederaufbau der Stadt Kobane die von der Daesh (dem IS) zerstört wurde. Der Kampf der Kurd*innen gegen Daesh im Norden Syriens ist in fast allen Parteien Konsens und die Ver.di stellt sich mit ihrem Beschluss an die Seite von Erdogan-Anhänger*innen und Opportunist*innen.

Rede zum Tag der Bundeswehr 2016

Wir sind von der Linksjugend [solid] Bonn und haben mit unserer kleinen Aktion hier hoffentlich effektiv deutlich gemacht was die Konsequenzen der neuen deutschen Militärpolitik sind. Die Bundeswehr hat hier zugegebenermaßen ein ganz tolles Fest organisiert, aber es handelt sich um eine dünn verhüllte Werbeveranstaltung. Alle Gäste die hier sind sind nur interessant weil es sich um potentielle Rekruten handelt. Die Bundeswehr macht sich diese Mühe nicht weil sie so menschenfreundlich ist sondern weil sie sich dank ausgesetzter Wehrpflicht um Nachschub für den nächsten Auslandseinsatz bemühen muss. Ihr seid für die Generäle und Offiziere nicht als Menschen interessant sondern als Kanonenfutter.

Weiterlesen „Rede zum Tag der Bundeswehr 2016“

Bundeswehrfreie Zone – Protest gegen Bundeswehrwerbung

Gestern am 24. Mai 2016 hat die Bundeswehr einen Aktionstag unter dem Motto „Wie schützt man Deutschland unter Wasser? Stützpunkttaucher in Aktion erleben“ mit viel Werbung und Luftballons auf dem Friedensplatz in Bonn abgehalten. Dieser Aktionstag sollte vermutlich auch direkt das Interesse für den geplanten „Tag der Bundeswehr“ wecken.
Weil es sich aber nicht alle Menschen gefallen lassen wollten, dass die Bundeswehr munter den Krieg und ihre Arbeit romantisieren und verharmlosen kann, haben sich verschiedene Aktivist*innen aus unterschiedlichen Gruppen zusammengefunden um einen friedlichen Protest zu starten.
Spontan wurde vor Ort der Unmut laut deutlich gemacht. Auch, wenn sich um die Mittagszeit durch Arbeit, Uni und Schule nicht spontan hunderte Menschen einfinden können, haben sich so trotzdem einige gefunden.
Zuerst stellten sich rund 5 Aktivist*innen, ein Transparent haltend, vor einen Bundeswehr-LKW der in direkter Sichtlinie der Teilnehmer*innen des Bundeswehraktionstages lag und zogen so die Aufmerksamkeit auf sich und die Message.
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Einige Soldat*innen waren amüsiert, andere genervt und nochmals andere zückten ihr Smartphone um ein Video davon aufzunehmen. Als die Demonstrant*innen anfingen zu skandieren wurde die Polizei durch Angehörige der Bundeswehr informiert und die Protestierenden meldeten eine Spontandemonstration an. Die Polizei verwies die Protestierenden daraufhin an einen anderen Standort, etwas abseits in Richtung Wilhelmstraße, aber immer noch in guter und direkter Sicht- und Hörweite des Bundeswehraktionstages.
Die Protestaktion gegen die Bundeswehr und ihren Drang, als Militär in der Zivilgesellschaft Fuß zu fassen wurde von den Teilnehmer*innen des Aktionstages unterschiedlich aufgefasst. Die Menschen der Bundeswehr zeigten sich zwar teilweise sichtlich genervt,  sind aber weitestgehend entspannt geblieben.
Einige Besucher*innen suchten das Gespräch mit den Demonstrant*innen, die Gespräche sind dabei sowohl rein beleidigend gegenüber den Demonstrant*innen gewesen, als auch eine gute Gelegenheit gewesen um unterschiedliche Standpunkte ruhig und sachlich darzulegen und auszutauschen. Wiederrum andere Leute, die meistens rein zufällig an diesem Schauplatz vorbeikamen, suchten gezielt das Gespräch mit den Protestierenden, weil auch sie die Aktion auf dem Friedensplatz und/oder das Vorgehen der Bundeswehr, Kriegsbeteiligung, Krieg allgemein u.ä. ablehnen und sich deshalb für einen Protest bedanken wollten.

Libertäres Zentrum Bonn – Hausbesetzung

Seit dem 10. Mai 2016 haben Aktivist*innen des LiZ (Libertäres Zentrum) eine Wohnung in der Rathausgasse 6 im Bonner Viktoriaviertel besetzt und dadurch auch die längste Hausbesetzung Bonns erreicht!
Seitdem gab es u.a. eine erfolgreiche Demo/Kundgebung mit der Initiative „Viva Viktoria!“ am 11.05. 2016, Mitmach-Brunchs, Freilichtkino mit Stummfilmen, Poetry Slam, Küfa (Küche für alle), Vorträge, Diskussionen, eine Solidaritäts-Tanzdemo und ein Umsonstladen war dort. Obwohl die Polizei mehrfach versucht hatte in das Gebäude zu gelangen, ist es durch die Unterstützung der anwesenden Menschen, u.a. durch eine Menschenblockade, gelungen dies zu verhindern. Am 12.05.2016 haben die Polizist*innen die Belagerung aufgegeben.
Unterstützung bekommen die Aktivist*innen des LiZ sowohl von anderen politischen Gruppen und Organisationen, als auch von Anwohner*innen des Viktoriaviertels, Bonner*innen der ganzen Stadt, Ladenbesitzer*innen, den Menschen von „Kartäuserwall ist überall!“ aus Köln u.v.m.
Benötigt werden momentan noch Möbel aller Art um die Wohnung einzurichten, wenn ihr etwas spenden könnt oder möchtet, nur zu :)
Wenn ihr Lust und Zeit habt, kommt vorbei! Unterstützt die Besetzer*innen und bereits anwesenden Supporter*innen, zeigt euch solidarisch!

Für genaue Informationen zum Hintergrund möchten wir auf die Homepage der LiZ verweisen, insbesondere auf „Tragt die Kritik auf die Straße!“ und „Von Reichtum und Macht“.
Folgen könnt ihr der Sache über die Facebookseite der LiZ, Twitter per @SQUATBN, oder auf Twitter über #keinschlafohne.

 Eine Stadt muss für alle da sein, nicht nur für reiche Menschen!

Statement dazu von unserem Genossen Milan:

„Der tatsächliche Nutzen einer Hausbesetzung aber ist nicht [nur] der erkämpfte Freiraum, der nur allzu oft wieder von der Polizei geräumt wird. Der Nutzen liegt viel mehr darin, dass die Besetzung den grundsätzlichen ökonomischen Wahnsinn der kapitalistischen Gesellschaft deutlicher zeigt, als nahezu alle anderen Aktionsformen.
Ganz grundsätzlich besteht offenbar ein Bedürfnis nach Wohnraum, wie sich z.B durch das Phänomen der Obdachlosigkeit zeigt. An diesem Punkt nun kommt die Besetzung ins Spiel, denn die Tatsache, dass es leerstehende Gebäude gibt, die besetzt werden können beweist, dass die Mittel vorhanden sind um das Bedürfnis der Obdachlosen nach Wohnraum oder das Bedürfnis von jungen Menschen nach Freiraum zu erfüllen.
Warum also erfüllt eine Gesellschaft diese Bedürfnisse nicht, obwohl sie nachweislich über die Mittel dazu verfügt?
Weil eine Gesellschaft, die auf dem Konzept der Konkurrenz aufbaut, nur Bedürfnisse erfüllen kann, die auch verwertbar sind. Obdachlose und junge Menschen können sich diese teuren Wohnungen nicht leisten und eine Immobilenfirma, die ihre Wohnungen kostenlos oder auch nur günstiger zur Verfügung stellen würde, wäre im Konkurrenzkampf benachteiligt und würde letztlich Pleite gehen. Gleiches zeigt sich bei Lebensmitteln: überall auf der Welt hungern Menschen, obwohl mehr als genug Nahrung produziert wird um die Weltbevölkerung mehrfach zu ernähren. Anstatt aber das Bedürfnis von verhungernden Menschen nach Nahrung zu erfüllen, wird diese so genannte „unverkäufliche Überproduktion“, ganz in Übereinstimmung mit der Logik des Marktes, eher auf den Müll geworfen.
Das alles führt zu einer einzigen Frage: Wenn ein System zwar die Mittel hervorbringt um die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen, die grundlegende Logik desselben Systems aber dann verhindert, dass diese Bedürfnisse auch tatsächlich erfüllt werden, wozu ist das System dann gut?“

No TddZ Dortmund

Am 4.06. 2016 soll der jährliche Aufmarsch der Neofaschist*innen und Neonazis unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) stattfinden. Gegründet wurde der TDDZ von der „Initiative gegen Überfremdung“ und fand im Jahr 2009 das erste mal in Schleswig-Holstein statt, wechselt seitdem jedes Jahr den Veranstaltungsort und soll 2016 in Dortmund stattfinden.

Unter den Teilnehmer*innen des Aufmarschs befinden sich Anhänger*innen der NPD, des „Der III. Weg“ und „Die Rechte“. Sogenannte „freie Kräfte“ werden auch erwartet.
Thematisiert werden bei diesem Aufmarsch eine eingebildete „Überfremdung“, sowie die angebliche „geplante Vernichtung unseres Volkes“. Dortmund wurde dabei ausgewählt, weil es „die Hochburg der Überfremdung“ darstelle und man „dorthin, wo Deutsche ihrer eigenen Haut nicht mehr sicher sind“ gehen wolle. Werbung für den TddZ in Dortmund wurde neben Internetaufrufen und Flyern des TddZ des Vorjahres u.a. bei der 1.Mai Demonstration der Neofaschist*innen und Neonazis in der Nachbarstadt Bochum gemacht.

2015 wurden die Neofaschist*innen und Neonazis des TddZ erfolgreich in Neuruppin von mehr als 1000 Menschen daran gehindert ihre Route geplant durchführen zu können, weshalb sie ihren Marsch sehr viel früher als geplant aufgelöst haben.

Auch dieses Jahr hoffen wir auf erfolgreiche Mobilisierung zum Gegenprotest und reichlich Teilnehmer*innen, die sich den Neonazis und Neofaschist*innen in den Weg stellen und dem TddZ ein Ende bereiten.

Ab Bonn wird es eine gemeinsame Anreise nach Dortmund geben. Da die genaue Abfahrtszeit noch nicht feststeht bitten wir euch hier regelmäßig reinzuschauen um die Zeit zu erfahren.

Den offiziellen Aufruf des Antifaschistischen Arbeitskreis NoTddZ 2016 zur Teilnahme am Gegenprotest findet ihr hier.

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Benefizkonzert – Dreaming of Rojava

Wir träumen von Rojava, von Freiheit und Emanzipation der Menschen in Westkurdistan (Nordsyrien).
Auch wenn der IS aus vielen Regionen vertrieben wurde, verbessert sich die humanitäre Situation vor Ort nur langsam. Wir, die Linksjugend [’solid] Bonn, die Kurdische Jugend Bonn und die ver.di Jugend NRW-Süd wollen auf diese Situation aufmerksam machen und veranstalten dazu ein Benefizkonzert, dessen Erlös an die wohltätige Hilfsorganisation Heyva Sor a Kurdistanê e.V. aus Troisdorf gespendet wird.

Kurdische Musik kommt von Bercem Akter und Tevoo Bass. The Phoenix und Rapture heizen die Stimmung an für Cynthia Nickschas, den Höhepunkt des Abends.

Für unter anderem kurdisches Essen, sowie für alkoholische und nicht alkoholische Getränke ist gesorgt.

Die Karten bekommt ihr im Vorverkauf für 10€ (Abendkasse 12€) im Parteibüro der Linken Bonn und im kurdischen Vereinshaus. Ihr könnt uns auf den Facebook-Seiten der veranstaltenden Organisationen und per Email an benefiz.konzert-bonn@web.de erreichen.

Das Konzert findet am 25.06.2016 im DGB Haus Bonn in der Endenicher Straße 127 statt.
Einlass ist um 16:30 Uhr, Beginn um 17 Uhr.

Kommt zahlreich!

 

Ein Reisebericht: Kobane – hin und wieder zurück

Wann: 1.12.2015 ab 18.00 Uhr
Wo: Vorgebirgsstr. 24, 53111 Bonn


Am 8.8.2015 bin ich aufgebrochen, um mit anderen Genoss*Innen in Kobane ein Gesundheitszentrum zu bauen und um einen kleinen Beitrag zum kurdischen Befreiungskampf zu leisten. Auf meiner Reise habe ich viel erlebt und viele bemerkenswerte und interessante Menschen kennengelernt. Angefangen damit, dass ich 4 Tage in einem Flüchtlingszeltlager in Suruc verbracht habe, deutsche YPG-Kämpfer, Frauen, die kaum älter als 18 waren und trotzdem ihr Land gegen die einfallenden IS-Horden verteidigt haben, den Ministerpräsidenten von Rojava und den Bürgermeister von Kobane und viele weiter interessante Charaktere kennengelernt habe.

Von meinen Erfahrungen werde ich berichten und freue mich auf euren Besuch.


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