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Linksjugend ['solid] Bonn

sozialistisch – antifaschistisch – basisdemokratisch – feministisch

Kategorie

Demos

Demonstration gegen den Einmarsch der Türkei in Syrien

Auch wir waren gestern auf der Demonstration des kurdischen Kulturvereins und der Ciwanjen Azad Bonn (kurdische Jugend), um gegen den Einmarsch der Türkei in Jarablus zu protestieren und uns solidarisch mit den kurdischen Genoss*innen zu zeigen.
Das emanzipatorische Projekt in Rojava, welches sich an den Leitlinien des demokratischen Konföderalismus orientiert, ist weltweit einzigartig und verdient unsere unbedingte Unterstützung gegen IS-Faschismus, die Türkei und Assad.

Biji Rojava! F*ck Erdogan!

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Bundeswehrfreie Zone – Protest gegen Bundeswehrwerbung

Gestern am 24. Mai 2016 hat die Bundeswehr einen Aktionstag unter dem Motto „Wie schützt man Deutschland unter Wasser? Stützpunkttaucher in Aktion erleben“ mit viel Werbung und Luftballons auf dem Friedensplatz in Bonn abgehalten. Dieser Aktionstag sollte vermutlich auch direkt das Interesse für den geplanten „Tag der Bundeswehr“ wecken.
Weil es sich aber nicht alle Menschen gefallen lassen wollten, dass die Bundeswehr munter den Krieg und ihre Arbeit romantisieren und verharmlosen kann, haben sich verschiedene Aktivist*innen aus unterschiedlichen Gruppen zusammengefunden um einen friedlichen Protest zu starten.
Spontan wurde vor Ort der Unmut laut deutlich gemacht. Auch, wenn sich um die Mittagszeit durch Arbeit, Uni und Schule nicht spontan hunderte Menschen einfinden können, haben sich so trotzdem einige gefunden.
Zuerst stellten sich rund 5 Aktivist*innen, ein Transparent haltend, vor einen Bundeswehr-LKW der in direkter Sichtlinie der Teilnehmer*innen des Bundeswehraktionstages lag und zogen so die Aufmerksamkeit auf sich und die Message.
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Einige Soldat*innen waren amüsiert, andere genervt und nochmals andere zückten ihr Smartphone um ein Video davon aufzunehmen. Als die Demonstrant*innen anfingen zu skandieren wurde die Polizei durch Angehörige der Bundeswehr informiert und die Protestierenden meldeten eine Spontandemonstration an. Die Polizei verwies die Protestierenden daraufhin an einen anderen Standort, etwas abseits in Richtung Wilhelmstraße, aber immer noch in guter und direkter Sicht- und Hörweite des Bundeswehraktionstages.
Die Protestaktion gegen die Bundeswehr und ihren Drang, als Militär in der Zivilgesellschaft Fuß zu fassen wurde von den Teilnehmer*innen des Aktionstages unterschiedlich aufgefasst. Die Menschen der Bundeswehr zeigten sich zwar teilweise sichtlich genervt,  sind aber weitestgehend entspannt geblieben.
Einige Besucher*innen suchten das Gespräch mit den Demonstrant*innen, die Gespräche sind dabei sowohl rein beleidigend gegenüber den Demonstrant*innen gewesen, als auch eine gute Gelegenheit gewesen um unterschiedliche Standpunkte ruhig und sachlich darzulegen und auszutauschen. Wiederrum andere Leute, die meistens rein zufällig an diesem Schauplatz vorbeikamen, suchten gezielt das Gespräch mit den Protestierenden, weil auch sie die Aktion auf dem Friedensplatz und/oder das Vorgehen der Bundeswehr, Kriegsbeteiligung, Krieg allgemein u.ä. ablehnen und sich deshalb für einen Protest bedanken wollten.

Libertäres Zentrum Bonn – Hausbesetzung

Seit dem 10. Mai 2016 haben Aktivist*innen des LiZ (Libertäres Zentrum) eine Wohnung in der Rathausgasse 6 im Bonner Viktoriaviertel besetzt und dadurch auch die längste Hausbesetzung Bonns erreicht!
Seitdem gab es u.a. eine erfolgreiche Demo/Kundgebung mit der Initiative „Viva Viktoria!“ am 11.05. 2016, Mitmach-Brunchs, Freilichtkino mit Stummfilmen, Poetry Slam, Küfa (Küche für alle), Vorträge, Diskussionen, eine Solidaritäts-Tanzdemo und ein Umsonstladen war dort. Obwohl die Polizei mehrfach versucht hatte in das Gebäude zu gelangen, ist es durch die Unterstützung der anwesenden Menschen, u.a. durch eine Menschenblockade, gelungen dies zu verhindern. Am 12.05.2016 haben die Polizist*innen die Belagerung aufgegeben.
Unterstützung bekommen die Aktivist*innen des LiZ sowohl von anderen politischen Gruppen und Organisationen, als auch von Anwohner*innen des Viktoriaviertels, Bonner*innen der ganzen Stadt, Ladenbesitzer*innen, den Menschen von „Kartäuserwall ist überall!“ aus Köln u.v.m.
Benötigt werden momentan noch Möbel aller Art um die Wohnung einzurichten, wenn ihr etwas spenden könnt oder möchtet, nur zu :)
Wenn ihr Lust und Zeit habt, kommt vorbei! Unterstützt die Besetzer*innen und bereits anwesenden Supporter*innen, zeigt euch solidarisch!

Für genaue Informationen zum Hintergrund möchten wir auf die Homepage der LiZ verweisen, insbesondere auf „Tragt die Kritik auf die Straße!“ und „Von Reichtum und Macht“.
Folgen könnt ihr der Sache über die Facebookseite der LiZ, Twitter per @SQUATBN, oder auf Twitter über #keinschlafohne.

 Eine Stadt muss für alle da sein, nicht nur für reiche Menschen!

Statement dazu von unserem Genossen Milan:

„Der tatsächliche Nutzen einer Hausbesetzung aber ist nicht [nur] der erkämpfte Freiraum, der nur allzu oft wieder von der Polizei geräumt wird. Der Nutzen liegt viel mehr darin, dass die Besetzung den grundsätzlichen ökonomischen Wahnsinn der kapitalistischen Gesellschaft deutlicher zeigt, als nahezu alle anderen Aktionsformen.
Ganz grundsätzlich besteht offenbar ein Bedürfnis nach Wohnraum, wie sich z.B durch das Phänomen der Obdachlosigkeit zeigt. An diesem Punkt nun kommt die Besetzung ins Spiel, denn die Tatsache, dass es leerstehende Gebäude gibt, die besetzt werden können beweist, dass die Mittel vorhanden sind um das Bedürfnis der Obdachlosen nach Wohnraum oder das Bedürfnis von jungen Menschen nach Freiraum zu erfüllen.
Warum also erfüllt eine Gesellschaft diese Bedürfnisse nicht, obwohl sie nachweislich über die Mittel dazu verfügt?
Weil eine Gesellschaft, die auf dem Konzept der Konkurrenz aufbaut, nur Bedürfnisse erfüllen kann, die auch verwertbar sind. Obdachlose und junge Menschen können sich diese teuren Wohnungen nicht leisten und eine Immobilenfirma, die ihre Wohnungen kostenlos oder auch nur günstiger zur Verfügung stellen würde, wäre im Konkurrenzkampf benachteiligt und würde letztlich Pleite gehen. Gleiches zeigt sich bei Lebensmitteln: überall auf der Welt hungern Menschen, obwohl mehr als genug Nahrung produziert wird um die Weltbevölkerung mehrfach zu ernähren. Anstatt aber das Bedürfnis von verhungernden Menschen nach Nahrung zu erfüllen, wird diese so genannte „unverkäufliche Überproduktion“, ganz in Übereinstimmung mit der Logik des Marktes, eher auf den Müll geworfen.
Das alles führt zu einer einzigen Frage: Wenn ein System zwar die Mittel hervorbringt um die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen, die grundlegende Logik desselben Systems aber dann verhindert, dass diese Bedürfnisse auch tatsächlich erfüllt werden, wozu ist das System dann gut?“

No TddZ Dortmund

Am 4.06. 2016 soll der jährliche Aufmarsch der Neofaschist*innen und Neonazis unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) stattfinden. Gegründet wurde der TDDZ von der „Initiative gegen Überfremdung“ und fand im Jahr 2009 das erste mal in Schleswig-Holstein statt, wechselt seitdem jedes Jahr den Veranstaltungsort und soll 2016 in Dortmund stattfinden.

Unter den Teilnehmer*innen des Aufmarschs befinden sich Anhänger*innen der NPD, des „Der III. Weg“ und „Die Rechte“. Sogenannte „freie Kräfte“ werden auch erwartet.
Thematisiert werden bei diesem Aufmarsch eine eingebildete „Überfremdung“, sowie die angebliche „geplante Vernichtung unseres Volkes“. Dortmund wurde dabei ausgewählt, weil es „die Hochburg der Überfremdung“ darstelle und man „dorthin, wo Deutsche ihrer eigenen Haut nicht mehr sicher sind“ gehen wolle. Werbung für den TddZ in Dortmund wurde neben Internetaufrufen und Flyern des TddZ des Vorjahres u.a. bei der 1.Mai Demonstration der Neofaschist*innen und Neonazis in der Nachbarstadt Bochum gemacht.

2015 wurden die Neofaschist*innen und Neonazis des TddZ erfolgreich in Neuruppin von mehr als 1000 Menschen daran gehindert ihre Route geplant durchführen zu können, weshalb sie ihren Marsch sehr viel früher als geplant aufgelöst haben.

Auch dieses Jahr hoffen wir auf erfolgreiche Mobilisierung zum Gegenprotest und reichlich Teilnehmer*innen, die sich den Neonazis und Neofaschist*innen in den Weg stellen und dem TddZ ein Ende bereiten.

Ab Bonn wird es eine gemeinsame Anreise nach Dortmund geben. Da die genaue Abfahrtszeit noch nicht feststeht bitten wir euch hier regelmäßig reinzuschauen um die Zeit zu erfahren.

Den offiziellen Aufruf des Antifaschistischen Arbeitskreis NoTddZ 2016 zur Teilnahme am Gegenprotest findet ihr hier.

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